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Kreis Höxter warnt vor den Gefahren des Riesen-Bärenklaus - giftige Schönheit beginnt zu blühen

Weiße Blüten, ein dicker, grüner Stängel mit kleinen roten Flecken und dazu große, gezackte Blätter – so sieht der Riesen-Bärenklau aus. Derzeit blüht die gefährliche Pflanze wieder an vielen Flüssen oder Wiesen. Der Kreis Höxter warnt deshalb vor dem Gesundheitsrisiko und ruft dazu auf, Standorte der Pflanze zu melden.

Der Pflanzensaft des Riesen-Bärenklaus setzt den natürlichen Lichtschutzfaktor der menschlichen Haut herab. Unter Einfluss von Sonnenlicht entwickeln sich oft erst Stunden oder Tage nach dem Hautkontakt teils schmerzhafte Brandwunden und Blasen, die schlecht abheilen und bleibende Hautschäden verursachen können. Sind größere Hautpartien betroffen, ist eine ärztliche Behandlung erforderlich. Besonders gefährdet sind Kinder, die zwischen den großen Gewächsen spielen oder die Pflanzen wegen ihrer imposanten Blüten pflücken.

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Ulrich Wycisk vom Kreis Höxter zeigt einen Riesen-Bärenklau. Die gefährliche Pflanze hat eine weiße Blüte und charakteristische rötlichen Flecken auf ihrem Stiel. Sie kann bis zu vier Meter groß werden. Foto: Kreis Höxter

 

„Nicht nur die Gesundheitsgefahr ist ein Problem. Der Riesen-Bärenklau bedroht auch die heimische Pflanzenwelt“, erklärt Dr. Kathrin Weiß, Leiterin der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft des Kreises Höxter. Seit einigen Jahren schon bekämpft der Kreis Höxter den Eindringling.

 

Allerdings ist der Riesen-Bärenklau ein Überlebenskünstler, der sich sehr schnell ausbreitet. Beginnt die Pflanze erst einmal zu blühen, kann sie bis zu 20.000 Samen verstreuen. Daraus können im Folgejahr bis zu 100 Jungpflanzen pro Quadratmeter neu entstehen. Zudem bleiben die Samen bis zu zehn Jahre keimfähig. „Deshalb ist es wichtig, die Pflanze noch vor der Blüte richtig zu bekämpfen und die Standorte auch in den Folgejahren regelmäßig zu kontrollieren“, sagt Dr. Weiß.

Um die Verbreitungsgebiete des Riesen-Bärenklaus im gesamten Kreisgebiet zu erfassen, bittet der Kreis Höxter, Bestände zu melden. „Bürgerinnen und Bürger sollten in Gärten oder auf Nutzflächen Ausschau nach dem Riesen-Bärenklau halten und aktiv dagegen vorgehen, um ihre weitere Ausbreitung zu verhindern“, rät Dr. Weiß. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Der Kreis Höxter gibt daher auch Tipps, wie die Pflanze am besten bekämpft wird, ohne sich selbst zu gefährden.

Die weißen Blütenköpfe abzutrennen und zu entsorgen, reicht nämlich oft nicht aus. Die Pflanzen können sogenannte Notblüten produzieren, die zwar kleiner sind aber dennoch hunderte Samen enthalten. Ebenso tückisch sind Pflanzen, die im Frühjahr abgemäht wurden. Sie wachsen nur bis zu einer Höhe von etwa 1,30 Meter nach und blühen deshalb oft unbemerkt.

„Am wirkungsvollsten ist es, den Riesen-Bärenklau mitsamt der Wurzel auszustechen. Wegen der Samen dürfen allerdings nur Stängel und Blätter in den Kompost. Die Dolde mit den Samen muss über den Restmüll entsorgt werden“, gibt Kreismitarbeiterin Rabea Reichert praktische Tipps. Besonders wichtig seien jedoch in jedem Fall lange Kleidung, Handschuhe und Schutzbrille, um den Hautkontakt mit den giftigen Pflanzensäften zu vermeiden.

Wer Fragen zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus hat oder Pflanzenstandorte melden möchte, wendet sich bitte an den Kreis Höxter, Telefon: 05271 / 965-4465.


Weitere Infos unter:
www.riesenbaerenklau.kreis-hoexter.de

 


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