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Dritte Netzwerkkonferenz der „Frühen Hilfen“ im Kreishaus

Vertrauensvolle Beratung braucht Datenschutz – so lautete die Kernbotschaft der dritten Netzwerkkonferenz der Frühen Hilfen im Kreis Höxter. Zu diesem wichtigen Thema entwickelten sich unter den rund 80 Fachkräften aus Gesundheitsdiensten und Jugendhilfe in der Aula des Kreishauses angeregte Diskussionen.

Ziel des Fachnachmittages sollte die Förderung eines bewussten Informationsaustauschs im Rahmen der Frühen Hilfen und dem Kinderschutz sein. „Dieses Thema bereitet an den Schnittstellen zwischen den Netzwerkpartnern oft noch Unsicherheit“, erläuterte Gerhard Handermann vom Kreis Höxter, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, bei seiner Begrüßung in der Aula des Kreishauses in Höxter. „Um Ihre Handlungssicherheit zu stärken, werden wir uns bei der mittlerweile dritten Netzwerkkonferenz genau mit diesem Thema beschäftigen.“

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Die Mitglieder der Steuerungsgruppe „Frühe Hilfen“ freuten sich über die große Resonanz auf die dritte Netzwerkkonferenz in der Aula des Kreishauses in Höxter. Netzwerkkoordinatorin Silke Merkel (vorne von links) war es gelungen, Angela Smessaert als Referentin zu gewinnen, Fachbereichsleiter Gerhard Handermann begrüßte die Teilnehmer.

Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen Silke Merkel hatte dazu eine kompetente Referentin eingeladen: Angela Smessaert von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) aus Berlin. Die AGJ ist das Forum und Netzwerk bundeszentraler Zusammenschlüsse, Organisationen und Institutionen der freien und öffentlichen Jugendhilfe in Deutschland. Smessaert ist Dozentin für Recht, Organisation, Verwaltung der Fachschule ProInklusio (ErzieherInnen-Ausbildung) sowie Externe Gutachterin des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht.

„Für Eltern und Kinder stehen vielfältige Angebote von frühen Hilfen zur Verfügung, um Familien bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben optimal zu unterstützen. Ein vernetztes und abgestimmtes Handeln unter den verschiedenen Berufsgruppen und Institutionen ist unbedingt erforderlich, damit der Schutz von Kindern gewährleistet werden kann“, erläuterte Smessaert. Vertrauen spiele eine sehr wichtige Rolle in der Beratung von Familien: „Wer Hilfe und Unterstützung sucht, muss sich darauf verlassen können, dass seine persönlichen Daten in sicheren Händen sind.“ Die ganze Thematik brachte sie in einem Satz auf den Punkt: „Nicht Kinderschutz geht vor Datenschutz, sondern Kinderschutz braucht Datenschutz!“

Für alle Mitwirkenden im Netzwerk Frühe Hilfen sei deshalb wichtig: Die Vernetzung als Merkmal der Frühen Hilfen ist zu unterscheiden von der Zusammenarbeit im Einzelfall bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. In solch einem Fall sei die Gesetzeslage aber deutlich und sichere Handlungen zur Abwehr einer Kindeswohlgefährdung ab. Als „Königsweg“ bezeichnete die Referentin für alle Beteiligten die Einwilligung von Familien, um sich mit anderen Institutionen auszutauschen. Ganz entscheidend sei aber auch die Transparenz, so Smessaert: „Im Falle eines Verdachtes auf Kindeswohlgefährdung heißt es vielleicht gegen den Willen, aber nicht ohne das Wissen aller Beteiligten!“

 


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