schriftAAA

Suche

Kreis Höxter startet erste Ausbildung zum Rettungssanitäter

„Diese Entscheidung ist uns leicht gefallen: Um den Bedarf an 16 Rettungssanitätern zu decken, haben wir uns entschlossen, diese selber auszubilden.“ Landrat Friedhelm Spieker sieht darin die Basis, den wichtigen Rettungsdienst im Kreis Höxter weiter zu verbessen.

Der Kreistag hat im Sommer die Fortschreibung des Bedarfsplanes für den Rettungsdienst im Kreis Höxter beschlossen. Laut diesem wird angestrebt, bei 90 Prozent aller Einsätze im gesamten Kreisgebiet das gesetzte Zeitlimit für ein schnelles Eintreffen vor Ort zu erreichen. Deshalb hatte ein Gutachter empfohlen, die Fahrzeugvorhaltung an verschiedenen Standorten auszuweiten. Parallel wurde die hierzu notwendige Personalausstattung ermittelt. Die Untersuchung ergab einen Bedarf von 16 zusätzlichen Stellen für Rettungssanitäter.
 

Ausbildung_Rettungssanitäter
Gemeinsam begrüßen (vorne von links) Fachbereichsleiter Matthias Kämpfer, Landrat Friedhelm Spieker und Christian Ahrens als Sachbearbeiter Rettungsdienst sowie Abteilungsleiter Jürgen Ditter (rechts) die neuen Mitarbeiter, die beim Kreis Höxter zum Rettungssanitäter ausgebildet werden. Foto: Kreis Höxter

„Aufgrund der seit Längerem erkennbaren Situation am Markt war zu erwarten, dass dieser notwendige Bedarf nicht zu decken ist“, erläutert Matthias Kämpfer, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Straßenverkehr beim Kreis Höxter. „Der Fachkräftemangel brachte uns schnell zu der Überlegung, erstmalig Bewerber für eine Ausbildung zum Rettungssanitäter einzustellen und diese in Eigenregie durchzuführen.“

Neben den üblichen Stellenausschreibungen wurden auch ganz bewusst die im Kreis Höxter ansässigen Hilfsorganisationen angesprochen. Ergänzend veranstaltete die Kreisverwaltung einen Informationsabend, an dem 55 Besucher teilnahmen. Von den 45 eingegangenen Bewerbungen wurden 25 zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Aus diesem Kreis wurden dann die 16 Einstellungen vorgenommen. „Alle Bewerber haben ihren Wohnsitz im Kreis Höxter und verfügen über eine handwerkliche oder technische Ausbildung“, erläutert Kämpfer, „zudem sind alle Mitglied einer Hilfsorganisation im Kreis Höxter, haben also schon jetzt einen Bezug zum Bevölkerungsschutz.“

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter umfasst insgesamt 520 Stunden. Es beginnt im ersten Monat mit einer theoretischen Unterweisung, die als Inhouse-Seminar in der Kreisfeuerwehrzentrale Brakel durchgeführt wird. Von Januar bis Anfang März folgen Praktika in einer Klinik oder in einer Lehrrettungswache im Kreis Höxter. In der zweiten Märzwoche werden dann die Prüfungen abgenommen. Die Durchführung der Ausbildung erfolgt in enger Kooperation mit der Rettungsdienstschule vom Studieninstitut Westfalen-Lippe in Bielefeld. Unterstützt und begleitet werden die Dozenten durch Lehrrettungsassistenten und Praxisanleiter des Rettungsdienstes im Kreis Höxter.

„Wir freuen uns, dass von der Stadt Höxter zwei Auszubildende für deren Rettungsdienst und vom DRK-Kreisverband Höxter ein Auszubildender an der Maßnahme teilnehmen“, sagt Jürgen Ditter, Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz beim Kreis Höxter. „Nach der Prüfung erfolgt der Einsatz im Rettungsdienst sowohl bei der Notfallrettung als auch beim Krankentransport. Außerdem ist die Chance zur Höherqualifikation gegeben“, erläutert Ditter. So ist geplant, pro Jahr zwei Ausbildungsstellen zum Notfallsanitäter anzubieten, auf die sich die zukünftigen Rettungssanitäter im Kreis Höxter bewerben können.


Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Wenn Sie dies nicht wünschen, verlassen Sie die Seite oder ändern Ihre Einstellungen in Ihrem Browser. Weitere Informationen finden Sie hierOK