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ÖKOPROFIT startet im Kreis Höxter

Kosten senken und gleichzeitig die Umwelt schonen – das ist das Ziel des Projektes ÖKOPROFIT, bei dem in der ersten Runde zehn Unternehmen aus dem Kreis Höxter mitmachen. Experten geben dabei nützliche Tipps zur ökonomischen und ökologischen Stärkung des Betriebes.

Wo lässt sich Energie einsparen? Wie können Abfälle vermieden und somit Entsorgungskosten gesenkt werden? Diesen und weiteren Fragen gehen die Experten dabei direkt in den Unternehmen auf den Grund. Gefördert wird ÖKOPROFIT vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Kreis Höxter.

Kosten senken und gleichzeitig die Umwelt schonen. Das ist das Ziel des Projektes Ökoprofit, das jetzt erstmals im Kreis Höxter angelaufen ist. Dazu gaben (vorne, v. l.) Michael Werner, Leiter des Fachbereichs Umwelt, Planen und Bauen des Kreises Höxter, Projektbetreuerin Susanne Schliehe-Diecks, Landrat Friedhelm Spieker und die Klimaschutzbeauftragte des Kreises Höxter, Martina Krog, gemeinsam mit den Vertretern der teilnehmenden Unternehmen und der Koordinationspartner offiziell den Startschuss. Foto: Kreis Höxter

Bei der ersten ÖKOPROFIT-Runde machen mit: INTEG (Bad Driburg), Goeken backen (Bad Driburg), KHWE - Vincenz-Hospital (Brakel), Optibelt (Höxter), Gebr. Becker (Höxter), Lebenshilfe Höxter, Betriebshilfsdienst und Maschinenring Höxter Warburg, Benteler Automobiltechnik (Warburg), Coveris (Warburg) sowie Biomasse Energie Maschinenring (Willebadessen).

„Die engagierte Beteiligung der teilnehmenden Unternehmen und Kooperationspartner belegt, wie wichtig ein tragfähiges Gleichgewicht zwischen betriebswirtschaftlichem Erfolg, Umweltauswirkungen und den Beziehungen des Unternehmens zu seinem gesellschaftlichen Umfeld ist“, freut sich Landrat Friedhelm Spieker. Um das Projekt zu realisieren, bedarf es einer regionalen Initiative und einem engmaschigen Netzwerk aus verschiedenen Akteuren.

Kern des ÖKOPROFIT-Projekts sind die Analysen, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Experten erarbeitet werden. „Über einen Zeitraum von einem Jahr untersuchen sie, wo sich nachhaltige Einsparungen ergeben können, die Kosten senken und sich positiv auf die Umwelt auswirken“, erläutert Martina Krog, Klimaschutzbeauftragte des Kreises Höxter.

In Workshops erarbeiten die Experten gemeinsam mit den, für das Projekt beauftragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zielgerichtete Maßnahmen zum Ressourcen- und Umweltmanagement für die Unternehmen. Dabei werden die Themenbereiche Energie, Abfall, Wasser und Abwasser, Gefahrenstoffe, Umwelt- und Energiemanagement, Umweltrecht und Arbeitsschutz, Beschaffung sowie Mitarbeitermotivation abgedeckt.
Zudem finden innerbetriebliche Beratungen statt, die sich am Stand des Unternehmens in Sachen Umweltmanagement orientieren. Als Ergebnis der intensiven Arbeit erhalten die teilnehmenden Unternehmen nach Abschluss des Projekts die Auszeichnung als „ÖKOPROFIT-Betrieb“.
Die Kosten von insgesamt rund 80.000 Euro teilen sich das Land Nordrhein Westfalen (20.000 Euro), der Kreis Höxter (rund 10.000 Euro) und die teilnehmende Betriebe (insgesamt rund 50.000 Euro).

„Wir möchten mit dem Projekt einen Beitrag für die Region leisten, aber auch vom Austausch mit den Unternehmen in dieser Runde profitieren“, erklärt ein Vertreter eines der teilnehmenden Unternehmen.

In einem Arbeitskreis werden die Projektteilnehmer begleitet von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, der Hochschule OWL, der Industrie- und Handelskammer OWL zu Bielefeld, der EnergieAgentur NRW und der Effizienz-Agentur NRW.
Michael Werner, Leiter des Fachbereichs Umwelt, Planen, Bauen des Kreises Höxter, sieht in diesem Projekt einen weiteren konkreten Baustein im Bereich Klimaschutz. „ÖKOPROFIT hat sich deutschlandweit bewährt. Der Vorteil ist, dass das Projekt direkt in den Betrieben ansetzt. Zudem werden die Mitarbeiter eingebunden, denn oft kennen sie die Abläufe am besten und wissen, wo Einsparmöglichkeiten liegen “, sagt Werner.

Für die Betriebe lohne sich die Teilnahme in jedem Fall. Dies belegten die Ergebnisse aus anderen ÖKOPROFIT-Runden in NRW, die im Internet unter www.oekoprofit-nrw.de veröffentlicht sind.
 

Über ÖKOPROFIT

Das Programm wurde vom Umweltamt der Stadt Graz ins Leben gerufen und ist heute ein internationales Vorzeigemodell für eine erfolgreiche Kooperation zwischen lokalen Umweltbehörden und kleinen und mittleren Unternehmen. Die Arbeitsmaterialen für Deutschland stammen von der Stadt München. ÖKOPROFIT steht für „ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik“. In Nordrhein-Westfalen beteiligten sich bereits rund 1.700 Unternehmen. Insgesamt konnte der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid dank der Expertentipps um etwa 250 Tausend Tonnen pro Jahr reduziert werden. Für die teilnehmenden Unternehmen ergab sich in der Summe ein Einsparpotenzial von rund 69 Millionen Euro jährliche. Mit Beginn des Jahres 2016 starten zehn Unternehmen beim ersten Durchgang des Projekts ÖKOPROFIT im Kreis Höxter.


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