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Kreis Höxter präsentiert hochkarätige Referentin für Sprachförderung

Die Sprachheilbeauftragten des Kreises Höxter, Bernd Tönies und Manfred Fuchs, haben in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdienst des Kreises erneut einen Volltreffer gelandet. Ihnen ist es gelungen, die renommierte Expertin Dr. Anke Buschmann, Leiterin des Zentrums für Entwicklung und Lernen in Heidelberg, für ein Seminar in der Aula des Kreishauses in Höxter zu gewinnen.

So war es nicht verwunderlich, dass die Informations-und Fortbildungsveranstaltung bei allen an der Sprachbildung und Sprachtherapie beteiligten Fachkräften im Kreis Höxter auf große Resonanz gestoßen ist. Und das Kommen sollte sich lohnen: Aus erster Hand erfuhren die Teilnehmenden, wie stark Kinder, die sehr langsam sprechen lernen, von einer gezielten frühen Sprachförderung profitieren können. „Die Eltern als wichtigste Bezugspersonen des Kindes spielen genauso wie die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas eine zentrale Rolle für einen erfolgreichen Spracherwerb“, erläuterte die Referentin.

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Mit einer Fortbildungsveranstaltung in der Aula des Kreishauses thematisierten die Sprachheilbeauftragten des Kreises Höxter (von rechts) Bernd Tönies und Manfred Fuchs gemeinsam mit Referentin Dr. Anke Buschmann und Dr. Wilfried Münster (Leiter des Gesundheitsdienstes des Kreises Höxter) eine gezielte frühe Sprachförderung bei Kindern besonders in Alltagssituationen. Foto: Kreis Höxter

Und sie weiß, wovon sie spricht, schließlich entwickelte Dr. Anke Buschmann zwei Vorgehensweisen, deren Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Für Eltern stellte sie 2006 das Heidelberger Elterntraining (HET) zusammen, etwas später ein Programm für pädagogische Fachkräfte in der Kita, das Heidelberger Interaktionstraining (HIT). Forschungen konnten zeigen, dass durch die Anwendung der Prinzipien dieser beiden Methoden Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen besonders dann profitieren, wenn die Bezugspersonen natürliche Situationen des Alltags zur Unterstützung des sprachlichen Lernens nutzen.

Wichtig sei dafür vor allem die Anleitung der engsten Bezugspersonen zu einem bewusst sprachförderlichen Umgang mit dem Kind in alltäglichen Situationen. „Es ist nicht entscheidend, wie viel Zeit man mit seinem Kind verbringt oder dass man besonders viel mit seinem Kind spricht. Es ist wichtiger, die vielen kurzen Gesprächsmomente beim Essen, Anziehen, Spielen, Aufräumen oder Bücher anschauen zu nutzen und feinfühlig auf die sprachlichen Äußerungen des Kindes einzugehen“, so Dr. Buschmann.

In einem anschaulichen Vortrag mit Videoclips konnte die Referentin die Veränderungen des elterlichen Verhaltens in Bezug auf das Sprachangebot in alltäglichen Situationen eindrucksvoll zeigen. Auch für den Bereich der Kindertagesstätten und die dort tätigen pädagogischen Fachkräfte gilt die Interaktion zwischen der Bezugsperson und dem Kind als Schlüsselelement des unterstützenden Verhaltens.


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