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Treffen der Kulturakteure im Scherfeder Hammerhof

Bei Sonnenschein im Kreise netter Menschen draußen sitzen und sich austauschen. Das ist ein Beispiel gelungener Netzwerkarbeit. Doch ging es beim fünften Netzwerktreffen der Kulturakteure im Kreis Höxter auf dem Hammerhof in Scherfede um weit mehr – der geplante neue Internetauftritt für die Kultur wurde ebenso präsentiert wie eine sehenswerte Kunstausstellung, ganz zu schweigen von der einmaligen Atmosphäre des Waldinformationszentrums.

Zur Begrüßung ging es weit in die Vergangenheit zurück, denn bereits 1713 hatte der sächsische Berghauptmann Hans Carl von Carlowitz zum allerersten Mal den Begriff „Nachhaltigkeit“ ins Gespräch gebracht. Er forderte damals einen langfristig angelegten, verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Holz. Roland Schockemöhle, Leiter des Regionalforstamtes Hochstift, verwies mit einer berechtigten Portion Stolz auf diese lange Tradition in der Forstwirtschaft, die Zukunft immer fest im Blick zu haben. „Wir gestalten hier Kultur, die alle Menschen genießen können.“ Die von ihm dargestellte Symbiose aus Natur und Kultur stieß bei den Kulturakteuren auf große Resonanz, hat der Hammerhof ja nicht nur für Wisent-Freunde eine Menge zu bieten.

So wird zum Beispiel noch bis zum 31. Juli die Ausstellung „Erd-Charta – Schrei der Erde“ vom Kulturverein Art D Driburg im Hammerhof gezeigt. Bereits zum dritten Mal setzen sich die Mitglieder des Vereins mit dem Thema „Nachhaltigkeit und Klimawandel“ auseinander. Heiner Stiene gab eine kurze Einführung in die vielseitige Ausstellung. Die Künstlergruppe wolle den Schrei der Erde mit verschiedensten bildnerischen Mitteln sichtbar machen, um die Menschen für notwendige und mögliche Schritte zu sensibilisieren. „Wir fühlen uns als kreative Menschen in besonderer Weise für den Erhalt unserer Umwelt und damit der Grundlage unseres Lebens mitverantwortlich.“

Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln und Kreisdirektor Klaus Schumacher machten in ihren Grußworten deutlich, welchen Stellenwert die Kultur für die Gesellschaft habe. Sie setzten beide deutliche Zeichen, dass die Kulturschaffenden von der Politik und der Verwaltung nicht nur wahr-, sondern auch ernstgenommen und geschätzt werden. Beide brachten ihre Freude zum Ausdruck, dass sich mit diesen Netzwerktreffen eine Plattform etabliert habe, die angenommen wird. „Die regelmäßig große Beteiligung zeigt uns, dass so langsam wirklich ein Gemeinschaftsgefühl unter den Kulturakteuren entsteht, trotz der großen Distanzen, die rein räumlich teilweise zwischen ihnen liegen“, so Schumacher.

Kulturmanagerin Julia Siebeck betonte, dass die Netzwerktreffen erheblich dazu beitragen können, den Blick über den eigenen künstlerischen Tellerrand hinaus zu öffnen. Erfreut zeigte sie sich aber auch über die sehr gute Beteiligung der Kulturbeiratsmitglieder und die Anwesenheit einiger Politiker. „Dies ist ein wesentlicher Aspekt unserer Treffen. Es ist wichtig, dass man nicht nur unter sich bleibt, sondern die kurzen Wege zu den Entscheidungsträgern findet.“ Großen Applaus erntete sie wenig später für die Präsentation der geplanten neuen Kultur-Internetseiten. „Hier wurde ja an alles gedacht!“, lautete die einhellige Meinung der Teilnehmer, die jetzt fleißig Informationen liefern müssen, um die Seiten mit Leben zu füllen.

 


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