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Erhöhte Unfallgefahr für Falschfahrer auf zwei Rädern

Zehn Fahrradfahrer wurden in den letzten fünf Jahren bei Unfällen auf der Albaxer Straße (B 64) verletzt. In neun Fällen hatten die Radfahrer selbst dazu beigetragen, weil sie den Radweg in die falsche Richtung benutzten. Um die Unfallgefahr zu senken, sorgte die Unfallkommission des Kreises Höxter dafür, dass auf den Radstreifen Pfeile aufgebracht wurden. Die neuen Markierungen weisen Radfahrern den richtigen Weg.

„Grundsätzlich gilt für alle Fahrzeuge das Rechtsfahrgebot – auch für Fahrradfahrer“, erklärte Matthias Kämpfer von der Unfallkommission. Aufgrund der häufigen Unfälle mit Radfahrern habe sich die Unfallkommission mit dem Streckenabschnitt zwischen der Abbiegung zur Lüre und dem Ortsausgang Höxter befasst, erläuterte Kämpfer, der beim Kreis Höxter als Fachbereichsleiter für Öffentliche Sicherheit und Straßenverkehr zuständig ist.

Auf den Radstreifen entlang der Bundesstraße 64 hat der Landesbetrieb Straßen.NRW jetzt Markierungen aufgebracht. „Mit dieser von der Unfallkommission veranlassten Maßnahme soll die Verkehrssicherheit erhöht werden“, erklärt Kommissionsmitglied  Wilhelm Rasche von der Stadt Höxter das Anliegen. Die aufgemalten Fahrradsymbole mit einem Pfeil machen die Radfahrer nun klar und deutlich auf die vorgeschriebene Fahrtrichtung aufmerksam. „Es geht uns auch darum, bei den Verkehrsteilnehmern das Problembewusstsein für die Gefährdung zu schärfen“, so Rasche weiter.

Sind auf beiden Seiten einer Straße Radwege vorhanden, müssen Fahrradfahrer den Radweg in Fahrtrichtung rechts befahren. Das gilt auch für die Radstreifen auf beiden Seiten der Bundesstraße 64. Leider halten sich nicht alle Fahrradfahrer daran, wie die Polizei immer wieder feststellt.

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Markierungen auf den Radstreifen entlang der Bundesstraße 64, wie hier an der Einmündung Küsterweg, signalisieren Radfahrern die vorgeschriebene Fahrtrichtung. Damit will die Unfallkommission das Unfallrisiko für Radfahrer senken. Foto: Kreis Höxter


„Regelwidrig linksfahrende Radfahrer verstoßen nicht nur gegen die Straßenverkehrsordnung. Sie sind auch einer erheblich höheren Gefährdung ausgesetzt als rechtsfahrende Radfahrer.“ So verdeutlicht Norbert Lammers, Direktionsleiter Verkehr der Kreispolizeibehörde Höxter, das erhöhte Unfallrisiko vor allem an Einmündungen und verkehrsreichen Grundstückszufahr¬ten. Autofahrer rechnen nicht mit Radfahrern, die auf der falschen Seite fahren.

Zum Schulbeginn nach den Sommerferien bittet die Polizei auch Eltern darum, ihren Kindern zu vermitteln, wie wichtig es für die Sicherheit ist, den Radweg auf der rechten Seite in Fahrtrichtung zu benutzen.

Hinweise für Radfahrer im Straßenverkehr hat die Polizei in dem Flyer „Wege für den Radverkehr“ veröffentlicht, der im Internet heruntergeladen werden kann.

Die Unfallkommission des Kreises Höxter
Unfallschwerpunkte beseitigen und die Verkehrssicherheit verbessern - das sind die Aufgaben der Unfallkommission des Kreises Höxter, der Vertreter von Polizei, Kreisverwaltung Höxter, Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Bezirksregierung Detmold und Stadt Höxter angehören. Wenn es in einem Bereich gehäuft zu gleichartigen Unfällen kommt, prüft die Unfallkommission, wie die Sicherheit verbessert werden kann. Dazu wertet die Unfallkommission die polizeilich festgestellten Ursachen der Verkehrsunfälle im Kreis Höxter aus.


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